Heiner Labonde

Verlag & Mediakontor

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AUSSTELLUNG

 

litografia!

 

ARIEL KOFMAN / Buenos Aires

 

Von Menschen und TY-Kathedralen -

die lithografische Welt des Ariel Kofman

 

 

Sonntag, 03. Februar 2019, 12 Uhr          Eröffnung und Begrüßung

                                                                                   Roland Brozio

 

Freitag, 22. Februar 2019, 19 Uhr            Tangofieber ...

                                                                                  Jessika Kuehn-Velten und Heiner Labonde lesen

 

Sonntag, 23. März 2019, 19 Uhr               Finisage bei Käse und Wein

 

Eintritt frei

Öffnungszeiten: täglich nach telefonischer Anmeldung

 

RB art

Roland Brozio

Bergheimer Straße 15

41515 Grevenbroich

Tel.: 02181-3882

E-Mail: roland.brozio (at) freenet.de

 

Tango de televidentes  / Ariel Kofman
Tango de televidentes / Ariel Kofman

ARIEL KOFMAN wurde 1970 in Buenos Aires geboren.

 

Er machte 1989 seinen Abschluss an der Technischen Berufsschule ENET no. 6 „Fernando Fader“ als Techniker  im Bereich Design und Werbung.

1994 erzielte Kofman seinen Abschluss als Lehrer/Kunsterzieher für Graviertechniken/Gravierkunst an der Nationalen Hochschule der Schönen Künste „Prilidiano Pueyrredón“.

Kofman erweitert und vertieft seine Ausbildung  in der Lithografietechnik bei den Meistern E. Pesce, N. Onofrio, D. Josef (Österreich).

In Spanien kann er Dank eines Stipendiums der CIEC-Stiftung bei Valle Baranda (Spanien), Omar Kessel (Kuba) und Lybomir Jordanov (Bulgarien) seine Kenntnisse im Bereich Lithografie perfektionieren. Im Bereich der Serigraphie erweitert er seine Kenntnisse bei Mariano Durante und Manuel Silvestre (Spanien)

Seit 1997 unterrichtet Kofman an den Grundschulen von La Matanza.

Seit 2003 übt er als Dozent eine Lehrtätigkeit im Fach Gravur-Techniken im Bereich des Studiums der Bildenden Künste an der Universidad del Museo Social Argentino aus.

Daneben ist er als freischaffender Künstler tätig.

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Neben diversen Einzelausstellungen (hauptsächlich Argentinien/Spanien) war/ist Kofman an einer ganzen Reihe von Gemeinschaftsausstellungen beteiligt (Argentinien/Deutschland) und erhielt/erhält Einladungen zu diversen Werkschauen und Kunstsalons. So war er mit seinen Arbeiten bereits bei internationalen Wettbewerben und auf Bienalen und Trienalen zu sehen (z.B. in China, Spanien, Italien, Deutschland, Rumänien und in der Türkei).

Zahlreiche seiner künstlerischen Arbeiten erhielten diverse Auszeichnungen und Preise.

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Positionierung von Fernsehzuschauern

 

1996 (zwei Jahre nach meinem Abschluss als Kunsterzieher für Gravur-Techniken) fing ich an, immer wieder Fernsehgeräte in meine Druckgrafiken einzufügen, zunächst wohl als eine Art unbewusste Verbeugung vor meinen Papa. Zu der Zeit arbeitete ich nebenbei als Aushilfe in seinem Laden, einem Reparaturbetrieb für Fernseher und andere Elektrogeräte.

Später dann, schon zielgerichteter, gesellten sich die Fernsehzuschauer hinzu: als Subjekte, die in und mit diversen Haltungen und Positionierungen (konzeptionell, figürlich, anatomisch, abstrakt oder auch in Kombination), Bilderwelten erzeugten, die beinahe mit Exklusivität meine grafischen Produktionen bis 2012 dominieren sollten.

  

 

CATVDralen / KATVDralen

 

2012 begannen die Fernsehgeräte, die unvermeidlich die TV-Zuschauer und deren Stühle in den unterschiedlichen Haltungen und Positionen begleiteten, in meinen Skizzen als Kirchen zu erscheinen oder sich als Kathedralen zu inszenieren. Damit startete die Werkserie „Catvdrales“:

ein Wortspiel, das die Abkürzung CATV (Kabelfernehen) und „Kathedrale“ kombiniert.

Folgerichtig entwickelten sich meine TV-Zuschauer, (Angehörige der Mittelklasse, umgeben von Stühlen, Sesseln, diversem Interieur und eingebettet in Schaltkreise) zu Priestern, gar zu Päpsten, die ich als „devote TV-Zuschauer“ getauft habe. Umgeben von diesen sakralen Bauten, von Kirchen, deren Fenster wie Bildschirme aussehen.

Diese Werkserie „Catvdrales“ setzt sich bis heute fort und lebt auf mit der Rückkehr der „alten“ TV-Zuschauer-Thematik, die ich seit 2018 wieder aufgegriffen habe.

  

(In Anlehnung an spanische Originaltexte von Ariel Kofman)

 

 

 

UTOPIEN

 

In den aktuellen Werken von Ariel Kofman beleuchtet ein Fernsehgerät (als Konstante, als durchgehendes Element) mit seinem Bildschirm (als ob es ein Leuchtturm wäre) einen inneren Bereich, in dem menschliche Figuren suggeriert sind.

Dass das Fernsehgerät die Lichtquelle in Ariel Kofmans Werke ist, ist ohne Zweifel metaphorisch zu verstehen und verweist uns auf die Sorge des Künstlers im Hinblick auf die Auswirkung, die dieses phänomenale Kommunikationsmittel in der zeitgenössischen Gesellschaft hat.

Auf Basis fundierter handwerklicher Fertigkeiten, die ihm die Verschmelzung diverser Techniken erlauben, gestaltet Kofman Druckgrafiken mit großer Ausdruckskraft.

Die Texturen, die Farbdichte und die kräftigen Gesten in der Linienführung summieren sich, um ein unruhiges, beunruhigendes Klima zu schaffen. In dieser Sphäre leben das geisterhafte Sendegerät und die Empfänger des Spektralen zusammen.

Es ist bemerkenswert wie Kofman auf technologische Phänomene mit barrocken Bildern reagiert und antwortet, mit Hinweisen auf elektronische Symbole versehen, verwandelt in ein mysteriöses, archaisches Alphabet.

Die Umgebung, in der die Szenen sich abspielen, scheint eher als Schutzraum für die Fels-Piktogramme, denn für die Aufnahme einer Kathodenstrahlröhre geeignet.

Auch die Figuren scheinen näher an einem Zusammenleben fußend auf einem magisch-rituellen Kunstverständnis als in der Unmittelbarkeit eines globalisierten und durch die Massenmedien manipuliertes Weltbild verhaftet.

Vielleicht stellen die Bilder eine Zukunft dar, in der Selbstzerstörung die Zivilisation in die Vergangenheit zurückkatapultiert, mit einigen technischen, beinahe in Prothesen verwandelten Hinterlassenschaften.

Kofmans Herausforderung dreht sich um die Utopie. Der Kampf ist ungleich gewichtet, aber sein Werk verhilft uns zum Nachdenken. Und vielleicht ist das eine der Funktionen der Kunst.

 

(Aus dem Spanischen übersetzt und bearbeitet nach einer Kritik von dem Künstler Ernesto Pesce / 2004 …… und immer noch gültig für das Werk)

 

 

NEUERSCHEINUNG

 

 

 

 

Gerhard und Eevi Schmid-Nurminen 

Der Steg 
Kindheit, Jugend und Liebe zwischen Finnland und Deutschland

 

 Sie bauen einen Steg am Ufer eines Sees, um durch das Uferschilf hinaus ins offene Wasser zu gelangen.

Der Bau eines Stegs gleicht dem Aufbau einer neuen Lebensform, von der Kindheit zur Jugend,

von der Jugend zur ersten Liebe ...

Du weißt, woher du kommst, und du musst die alte Lebensform verlassen, um eine neue aufbauen zu können.

Der Abschied ist immer schmerzlich, denn es fällt schwer Orte und Menschen, die man seit langem gut kennt,

zu verlassen und sich aus alten Bindungen zu lösen. Der neue Steg ist fertig. Sie steigen ins Boot und rudern

hinaus im Vertrauen darauf, dass sie an einem neuen Ufer ankommen werden.

»Der Steg« hat einen stark ausgeprägten, autobiographischen Charakter. In 49 kleinen Geschichten erzählen

Eevi und Gerhard Schmid-Nurminen aus ihrer Kindheit während des Zweiten Weltkriegs, aus ihrer Jugend

in der Nachkriegszeit und von ihrer Liebe, die sie auf wunderbare Weise miteinan- der verbindet. Im Wechsel

der Schauplätze zwischen Eevis Herkunft aus der bäuerlichen Kultur in Mittelfinnland und Gerhards Herkunft aus Stuttgart werden kulturelle Kontraste sichtbar, die schon damals vor über fünfzig Jahren schwer zu überwinden waren.

Eevi, das blonde Finnenmädchen aus dem Wald, ist gut geerdet. Sie steht mit beiden Beinen fest im Leben.

Gerhard, der sensible Junge aus der Groß- stadt, ist ein Träumer. Er spielt Geige und will ein Dichter werden.

Wie soll das mit den Beiden bloß gutgehen?

Sie bauen miteinander einen neuen Steg. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden jungen Menschen ist voller Romantik und Poesie, und doch ganz und gar unsentimental. Ein Loblied auf den Glauben an die Liebe.

 

 

 

 

Gerhard Schmid-Nurminen, 1940 geboren, war als Lehrer vielseitig tätig,

vom Volksschullehrer bis zum Dozenten für Deutsch als Fremdsprache und Schulberater im Aus- land. Seit seiner Pensionierung widmet

er sich unseren Enkelkindern und der Schriftstellerei.

Für seine Studien zum Thema »Hakenkreuz und Heckenrosen. Zum Verhältnis von Heimatdichtung und Nationalsozialismus

am Beispiel Hans Reyhings« erhielt der Autor 2011 einen Preis des Landes Baden- Württemberg für Heimatforschung.

 

Eevi Schmid-Nurminen, 1936 geboren, war als Finnischlehrerin tätig und ist seit über fünfzig Jahren eine wunderbare Organisatorin unserer Familie. Soziale Kontakte waren ihr immer sehr wichtig. Wir lebten an mehr als zehn verschiedenen Orten in Deutschland, Finnland, Argentinien und Brasilien, und überall war Eevi unsere Mittlerin zwischen den Menschen und Kulturen.

 

 

Gerhard Schmid-Nurminen

Eevi Schmid-Nurminen

Der Steg

Kindheit, Jugend und Liebe zwischen Finnland und Deutschland

136 Seiten, Taschenbuch

10 Euro

ISBN 978-3-937507-76-7

 

NEUERSCHEINUNG

 

 

 

Hendrik de Boer 

Leonie – die Reise ans Meer 

 

Eine Reise als Weg aus der Sprachlosigkeit. Eine Reise auch in die Vergangenheit, um das Jetzt zu begreifen für eine gute Zukunft. Eine gute, sichere, unbeschwerte Zukunft nicht zuletzt für Leonie. Hans verbringt mit seiner siebenjährigen Tochter einen Urlaub in Holland am Meer. Nur alle vierzehn Tage übers Wochenende sieht er Leonie im Regelfall, sie, die doch so sehr sein Leben füllt. Hans ist geschieden. Dem Kind ein guter Vater sein, ihm ein sicheres Fundament bieten, trotz allem ...

Driften mit dem Zug der Wolken, Eintauchen in das sanfte Fließen der Wellen, Schweben im wogenden Gras.

Hans ist der elfjährige Junge, mit den Eltern und Schwester Andrea lebend am Rand einer Kleinstadtsiedlung im Westfälischen.

In einem warmen Sommer der Entscheidungen. Angefüllt die Ferientage mit Fug und Unfug, mit Zuneigung zu Natur und Kreatur. Dabei ein guter Beobachter, besorgt, ängstlich, zerrissen. Zu greifen die wachsende Entfremdung zwischen Mutter und Vater. Sprachlosigkeit und Leid füllen alle Räume, fluten sie.

Der unsichtbare, schwer greifbare Zwang der Wiederholung, wo man doch alles anders machen will.

 

 

 

Hendrik de Boer (1958-2012)

ist geboren und aufgewachsen in Gronau, Westfalen. Studium der Architektur in Münster.

Zuletzt wohnhaft in Düsseldorf. Schriftstellerisch tätig mit Romanen, Kurzgeschichten, Kinderbüchern. Im Heiner Labonde Verlag ist bereits erschienen der Roman »Norden«.

 

Hendrik de Boer

Leonie – die Reise ans Meer

228 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag

23 Euro

ISBN 978-3-937507-77-4 

auch als E-Book erhältlich

9,99 Euro

ISBN 978-3-937507-78-1  

Der Gesamtkatalog 2016/17 des Heiner Labonde Verlags

für Sie zum Download:

Gesamtverzeichnis_16.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.4 MB

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