Heiner Labonde

Verlag & Mediakontor

Feilenhauerstraße 44

41515 Grevenbroich

 

Tel.: 02181 - 162371 (AB)

info@labonde-verlag.de

www.labonde-verlag.de

August 2014

Klaus Hundgeburt - Lyriker

Wahrnehmung – kristallin gestaltetes Wechselspiel eines Außen und Innen; aperspektivische Verortung unentwegten Aufbruchs in der Bewegung;

Wechsel, Bögen, Prozesse, das ‚Zwischen’-Sein im Übergang als thematisch variierte Konstanten im Konstrukt von Sprache; Konzentration

wie gleichzeitig Lösung von Mustern an/in Wirklichkeiten.

Klaus Hundgeburt zeigt sich in seinen Texten als Architekt der Sprache, dessen bevorzugte Bauform die Lyrik ist,

dessen Streben die Harmonie aus Form und Inhalt ist, dessen Baumaterial das Wort ist, der über ein tiefes Verständnis

der Statik verfügt und ungewöhnlich konstruierte Räumlichkeiten erschafft.

In der Triologie »dunkelste strahlung« finden sich Texte, die in ihrer Formung großenteils Weiterentwicklungen

der Idee von »Raumgedichten«sind, in de nen sich der Leser frei und mul tiperspektivisch ›bewegen‹ kann.

Räume und Zeiten bedingen einander gegenseitig in der Vie lfalt und Erfüllung von Leben, in den Gedichten gefasst

zu sprachlichen Erfahrungen und Potenzen von Wirklichkeiten.

 

Klaus Hundgeburt über Klaus Hundgeburt

»Daß er 1956 in Duisburg-Hamborn geboren ist, dortselbst 1975 das Abitur überstand, danach in Bonn Germanistik, Musikwissenschaften

und Philosophie studierte und sich mit einem MA von der Wissenschaft verabschiedete, seit Ende der 80er Jahre  

freiberuflich sein nichtkünstlerisches Auskommen sichert und endlich seinen Lebensraum an der Nordseeküste zu erfüllen gedenkt,

sind die skeletthaften Marginalien zu seiner Person, die für Leser/Hörer seiner Texte schon mehr als ausreichend sind.

Seine künstlerische Vita begann 1976 und endet bisher nach Gregorianischer Zeitrechnung 2014.

Nach wenigen privat verlegten Textbänden im ausgehenden 20. Jahrhundert veröffentlichte er seit 2004 einige Gedichtbände

und eine CD – fast ausschließlich im Heiner Labonde Verlag, dessen Verleger er u.a. auch für die gewährte künstlerische Freiheit

bei den Veröffentlichungen in Freundschaft und Dankbarkeit zugetan ist. Neben sporadischen solistischen Lesungen präsentierte

er seine Texte mit dem Künstler-Kollektiv ›flechtwerk‹ und ›4arts Krefeld‹ in den vergangenen Jahren ebenso sporadisch.

Literarische Richtungen oder gar künstlerische Vorbilder hat er im Laufe seiner Arbeiten am Text frühzeitig in die Regale abgelegt bzw.

lediglich zur Kenntnis genommen, was nicht heißen soll, daß ihm Einflüsse von sowie Ablehnungen/Zustimmungen zu künstlerischen

Werken in Raum und Zeit abhanden gekommen seien. 

Er bezeichnet seine Texte als komplex (gleich vielschichtig), nicht aber als kompliziert (gleich schwierig). Sie seien mehrstimmige ›topographien aus wind‹.

Sein Desinteresse an großen Teilen gegenwärtiger Lebenshaltungen/-formen, Angebote wie Erzeugnisse, die mit dem unverbindlichen Titel Kultur

in einer sich als fortgeschritten und zivilisiert bezeichnenden Welt medial überschrieben sind, die im Grunde aber nur mental oberflächlich und krude –

somit langweilig sowie in mehrfacher Hinsicht schlicht brutal – sich anbiedern als es auch sind, wächst inzwischen in Ruhe fließend beständig bestätigt

weiter ins Grenzenlose, was nicht heißen soll, daß nur diese Zeit und dieser Raum Anspruch auf eine solche Haltung erheben könnte.

Da er diese seine Haltung weder popularisiert noch verhehlt, kann wer auch immer ihn – wenn wer will –  

als Künstler ›out of order‹ neudeutsch zeitgemäß unzeitgemäß kategorisieren.

Interpretationen oder Erklärungen zu seinen Texten können von ihm nicht erwartet werden; dies sei Aufgabe der Rezipienten jedweder Coleur,

so wer es denn wolle. Er habe die Texte geschrieben und trage sie bisweilen vor: ›… das reicht/alles andere  alles weitere …‹«