Heiner Labonde

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September 2017

Auf ein Wort oder zwei ...

Fragen an Eberhard Apffelstaedt, Autor

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Ein Vorweg-Wort:

Im monatlichen Wechsel bietet Euch der Heiner Labonde Verlag an dieser Stelle ein kleines Frage-Antwort-Spiel,

das ein aktuelles, vielleicht neues, ergänzendes Licht auf jeweils eine Autorin/einen Autoren wirft,

auf künstlerisch tätige Menschen, mit denen der Verlag zusammenarbeitet. Nachdem zu Beginn der Serie

der Verleger testweise selber auf Fragen antwortete, steht jetzt Eberhard Apffelstaedt Rede und Antwort.

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Irgendwo, irgendwann, irgendwie ...

 

Was waren das für Zeiten, 1949! Reingeboren ins Nachkriegsdeutschland.

Fast nach Australien ausgewandert worden, weil’s die Eltern vorhatten,

als damalige „Wirtschaftsflüchtlinge“ (dieses Wort: eine Unverschämtheit).

In der Volksschule (jawohl, so hieß das damals) Barackenluft geschnuppert ...

IRGENDWO in einer dunklen Ecke konnte man die Pädagogik suchen ... 

Im Gymnasium „Pinschers kleines Protestblättchen“ gegründet,

mit ersten journalistischen Gehversuchen. IRGENDWANN Abi und Studium:

Geografie und Stadtplanung, dann Medizin. Später erweitert um Psychotherapie

und Umweltmedizin. Und immer geschrieben: während des Studiums in

Werbeagentur und Verlag in Frankfurt, und weiter, weiter, weiter: medizinische

E-Books, dann Finnbücher und unter dem Pseudonym Paul S. Norman eine

Romantrilogie. Seit Jahren beim Labonde-Verlag.

 

Da gefällt’s mir: heimelig, aber nicht altbacken... IRGENDWIE gut.

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Lesen ist für mich …

fast so gut wie Schreiben.

Und sowieso alles: Aufwachen, abtauchen, Held sein, schwach sein, glücklich sein, traurig sein... Freude, Mitfühlen, Wut und Ärger, Spannung, Sehnsucht ... eben alles.

 

Welche Lektüre liegt im Moment auf Deinem Nachttisch?

Sarah Wagenknecht: Reichtum ohne Gier. Julie Zeh: Unterleuten. Karl May (Jaha!!): Durch die Wüste.

Lexika und Landkarten jeglicher Art: total spannend.

 

Dein Lieblingsleseplatz …

Abends und nachts im Bett, weich gepolstert.

Da sind die Abenteuer am abenteuerlichsten. Und der Geist ist fürs Denken frei.

 

Hast Du einen/mehrere Lieblingsschriftsteller/innen?

Nöö. Hauptsache, sie/er schreibt schöne Sprache und interessant.

 

Was war Dein erstes nachhaltiges Leseerlebnis?

Wiederum: alles. Ich habe Literatur gefressen, geschlungen, gierig und unersättlich.

Und in jeglicher Form: Das Beste aus Readers Digest ebenso wie Jules Verne, Lady Chatterley

ebenso wie Moby Dick, Oscar Wilde ebenso wie Pete-Heftchen und Tom Prox, Fritz Reuters ‚

Ut mine Stromtid‘ ebenso wie Grimmelshausens ‚Simplicissimus‘ und, und, und ...

 

Welche Musik schallt aktuell häufig bei Dir aus Kopfhörer, CD-Player …?

Kaum was. Ich sitze vorm Klavier und mach‘ Musik selbst. Konserven sind nicht meins.

Muss wohl mit meiner Kindheit und Jugend zusammenhängen.

Sogar die Beatles sind großenteils an mir vorübergegangen. Ich Armer ... immer nur Klassik.

 

Gibt es überdauernde musikalische Favoriten?

Na klar, für mich Chopin, Beethoven, Mozart, Bruch, Tschaikowsky, Schumann.

Ach ja, und Kaj Chydenius, der geniale finnische Liederkomponist.

Und, kaum zu glauben: Michael Jackson.

 

Kunst – was ist das denn?

Literatur. Malerei. Musik. Leben an sich. Laut Duden: schöpferisches Gestalten.

Was aber sind wohl Kunstfehler, Kunsthonig, Kunsthaare?

 

Welche natürliche Gabe würdest Du gerne besitzen?

Immer das Richtige zu tun.

 

Was schätzen andere an Dir?

Keine Ahnung. Vielleicht, dass ich das nicht weiß?

 

Was hast Du im Gegenzug an Dir selbst zu bemängeln?

Ach du je. Und dafür hab‘ ich nur maximal drei Sätze?

Der Paletot des Schweigens breite sich über diesen Trümmerhaufen...

 

Was inspiriert und beflügelt Dich?

Z. B. meine Frau, meine Kinder, Lob, Menschen (durchaus nicht alle),

lauer Sommerwind, Meeresrauschen, Ruhe, Blätterwispern, Schokolade,

Schlaflosigkeit, Regentropfen am Fenster, Ärger,

Denen-werd‘-ich’s-zeigen-Gefühl, lustige Träume, Klavierspielen.

 

Entspannen kann ich mich bei/mit …

Freunden, in der Natur, Musik, Meditation, Fantasiereisen.

 

Was kann Dich nerven?

Lärm. Lärm. Lärm. Motorräder. Lärm. Laubbläser, Rasenmäher. Lärm. Technomusik. Lärm. 

 

Völlig überbewertet finde ich …

So manche Politikerin und manchen Politiker. Fussballer und ihr Einkommen. 

 

In meinem Kühlschrank findet sich immer …

Käse und gähnende Leere.

 

Mit welchem/r Promi würdest Du gern zu Abend essen?

Mit keinem/r. Aber mit guten Freunden.

 

Was müsste dringend erfunden werden?

Ein automatisches, rücksichtsloses, zügelloses Freßmonster für automatische,

rücksichtslose, zügellose Datenkraken.

 

Wohin möchtest Du gerne einmal reisen?

In die Vergangenheit. Zur Not gebe ich mich aber auch mit Tibet und Feuerland zufrieden.

 

Wo warst Du schon und möchtest unbedingt wieder hin?

Kilimandscharo, Venedig, Irland ...

 

Was kann die Welt ein wenig menschlicher machen?

Geduld, Gerechtigkeit, Verständnis, Empathie. Die Realisierung eines allgemeinen

Lebensrechtes für ALLE Menschen. Die umfassende Ächtung von Folter und staatlich

sanktioniertem Mord mit Namen Krieg, Todestrafe.

 

Das gibt Dir Kraft und Hoffnung …

Meine täglichen Mahlzeiten. Und natürlich mein Autorenhonorar ...

Im Ernst: die Liebe und Zuneigung, Treue und Geduld,

die ich Tag für Tag von meiner Frau und meiner Familie erfahre.

 

Was wärest Du jetzt gerne noch gefragt worden?

Welche „finnische“ Eigenart ich als Finnland-affiner Autor am auffallendsten und seltsamsten finde.

Auf diese Frage hätte ich nämlich so herrlich schweigen können ...