Heiner Labonde

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November 2017

Auf ein Wort oder zwei ...

Fragen an Tarja Sohmer, Autorin

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 Intro

Ich bin eine 52-jährige Frau und Schriftstellerin. Anfangs schrieb ich auf Finnisch,

seit etwa 10 Jahren schreibe ich Prosa und Lyrik auf Deutsch. Ich bin Finnin,

Hannoveranerin, Lehrerin, Mutter, Witwe, Fahrradfahrerin und eine

glückliche Besitzerin eines Ferienhauses in Ruovesi.

  

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Lesen ist für mich …

Entspannung.

Flucht aus dem Alltag.

Überprüfung meiner Überzeugungen und ggfs. Infrage stellen derselben.

 

Welche Lektüre liegt im Moment auf Deinem Nachttisch?

Klassische finnische Arbeiterliteratur aus Tampere, die ich bisher versäumt habe: Lauri Viita: Moreeni.

 

Dein Lieblingsleseplatz …

ist mein Bett. Auch auf die Gefahr hin, dass ich einschlafe.

 

Hast Du einen/mehrere Lieblingsschriftsteller/innen?

Meine absolute Lieblingsschriftstellerin ist Marguerite Duras.

 

Was war Dein erstes nachhaltiges Leseerlebnis?

Ich habe mir selbst das Lesen beigebracht und konnte lesen, bevor meine ältere Schwester in der Schule lesen lernte.

Da ich noch nicht eingeschult war, bekam ich keinen Ausweis für die Bibliothek.

Ich wollte Bücher für die Ferien auf dem Land ausleihen, obwohl ich noch nie ein Buch gelesen hatte.

Mit dem Ausweis meiner Schwester lieh ich „Die fünf Freunde“ von Enid Blyton aus und hatte große Angst,

dass ich es nicht in vier Wochen schaffe zu lesen. Ich las das Buch an dem einen Nachmittag durch.

Und ich schaffte es auch nochmal in die Bibliothek zu radeln, um weitere Bücher auszuleihen.

 

Welche Musik schallt aktuell häufig bei Dir aus Kopfhörer, CD-Player …?

Ich höre fast nie Musik. – Obwohl: Heute habe ich »Nainen joka elää vapaaherran elämää« von Ultra Bra gehört.

Ich mag den Titel (Die Frau, die das Leben eines Freiherrn führt) und den Text des Songs.

 

Gibt es überdauernde musikalische Favoriten?

Klassische Musik, nichts Extravagantes: Mozart, Verdi, Tschaikowski, Liszt. Wagner auch.

 

Kunst – was ist das denn?

Das Schönste im Leben ist die Liebe, dann kommt die Kunst und erst dann kommt das Segeln.

 

Welche natürliche Gabe würdest Du gerne besitzen? 

Ich wäre gern eine feenhafte, ätherische und verträumte Frau, klein und zart.

Eine, die man beschützen möchte und nicht zu fest anfassen möchte, damit sie nicht kaputt geht.

In echt bin ich groß, stark und lauter als ich denke.

 

Was schätzen andere an Dir?

Freundlichkeit. Ruhe.

 

Was hast Du im Gegenzug an Dir selbst zu bemängeln?

Meine Langsamkeit. Ich brauche ewig, um eine Wahrheit zu erkennen oder um eine Lösung zu finden. Und ich bin eine langsame Schreiberin.

 

Was inspiriert und beflügelt Dich?

Erfolg. Das Gefühl, etwas sei mir gut gelungen.

 

Entspannen kann ich mich bei/mit …

In meinem Ferienhaus. Es gibt dort immer etwas zu tun, aber es entspannt mich trotzdem.

 

Was kann Dich nerven?

Männer in den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Situation 1: Frau hat einen fremden Mann als Sitznachbarn. Der Mann beansprucht die Lehne zwischen den Sitzen für sich,

womöglich spreizt er seine Beine so weit, dass er die unsichtbare Grenze überschreitet.

Situation 2: Frau verlässt ihren Platz und möchte im Speisewagen speisen.

Er ist voll mit Männern, die sich dort mit gesamtem Gepäck, Mantel und Laptop breit gemacht haben,

ein Wasser/einen Kaffee/ein Bier bestellt haben und so tun, als ob sie fieberhaft arbeiten würden.

 

Völlig überbewertet finde ich ...

das Networking. Hat bei mir nie geworkt. Mein Kreis ist klein.

 

In meinem Kühlschrank findet sich immer …

Gewürzgurken. Brauche ich.

 

Mit welchem/r Promi würdest Du gern zu Abend essen?

Mit der Schriftstellerin Laura Lindstedt. Ich habe mal kurz mit ihr korrespondiert und sie hat mich nicht eingeschüchtert.

Ich bevorzuge Abendessen mit Freunden.

 

Was müsste dringend erfunden werden?

Eine aktive Methode, Atommüll zu beseitigen. Unter anderem. Es gibt noch etliche weitere ungelöste Probleme der Menschheit.

 

Wohin möchtest Du gerne einmal reisen?

Ich möchte drei Naturschauspiele in Deutschland gesehen haben:

die Heideblüte, den Herbstzug der Kraniche und die Brunft der Hirsche. Die Heideblüte habe ich schon.

 

Wo warst Du schon und möchtest unbedingt wieder hin?

Lappland.

 

Was kann die Welt ein wenig menschlicher machen?

Toleranz. Leben und leben lassen. Die Unterschiede mit Humor nehmen.

 

Das gibt Dir Kraft und Hoffnung?

Meine Liebe und mein Glaube.

 

Was wärest Du jetzt gerne noch gefragt worden? Antwort darf mitgeliefert werden …

Nee nee, die weiteren Fragen können wir bei dem Abendessen (s.o.) besprechen.